Scheherazade (russisch Шехераза́да Schecherasada), Opus 35, ist eine sinfonische Dichtung von Nikolai Rimski-Korsakow aus dem Jahr 1888. Das Orchesterwerk, das auf der Erzählung Tausendundeine Nacht beruht, zeichnet sich durch zwei typische Merkmale der russischen Musik und speziell der Kompositionen von Rimski-Korsakow aus: eine farbenfrohe Instrumentation und ein im Russischen Reich weit verbreitetes Interesse für alles Orientalische. Die Komposition wurde am 28. Oktober 1888 in Sankt Petersburg unter der Leitung von Rimski-Korsakow uraufgeführt.[1]

Besetzung

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Romantisches Orchester: 3 Flöten (3. nur, 2. auch Piccolo), 2 Oboen (2. auch Englischhorn), 2 Klarinetten in A und B, 2 Fagotte, 4 Hörner in F, 2 Trompeten in A und B, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, große Trommel, kleine Trommel, Becken, Triangel, Tamburin, Tamtam, Harfe, Streicher mit obligater Solovioline.

Struktur, Material und Programmatik

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Die Suite besteht aus vier Sätzen. Der Komponist ließ sich zunächst überreden, ihnen die folgenden programmatischen Titel zu verleihen, entfernte sie aber später wieder zugunsten reiner Tempobezeichnungen und wandte sich dagegen, ein „Geschichtenerzählen“ in die Musik hineinzuinterpretieren.

(In den Hörbeispielen spielt das San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Monteux in einer Aufnahme von 1942; Violinsoli: Naoum Blinder)

Das Motiv am Anfang des ersten Satzes steht für den tyrannischen Sultan. Doch nach einigen Akkorden der Holzbläser, die an die Einleitung der Ouvertüre Ein Sommernachtstraum von Mendelssohn erinnern, erklingt das einzige Thema, das in jedem Satz wiederaufgenommen wird; es versinnbildlicht die Figur der Erzählerin selbst, Scheherazade, seine Frau, der es letztlich gelingt, ihn mit ihren Geschichten zu besänftigen. Die Melodie wird von einem Rezitativ der Solo-Violine vorgetragen und dabei von der Harfe begleitet. Das Thema steht in der Tonart a-Dorisch.


  \relative c{
    \set Staff.midiInstrument = #"tuba"
    \set Score.tempoHideNote = ##t
    \tempo 4 = 130
    \clef bass
    \key g \major
    \time 2/2
      e2 \ff b d~ \times 2/3 { d4 c b } c2.~\startTrillSpan c8. g16\stopTrillSpan ais2\accent\staccato fis\accent\staccato \bar "||"
  }

  \relative c'''{
    \set Staff.midiInstrument = #"violin"
    \set Score.tempoHideNote = ##t
    \tempo 4 = 60
    \clef treble
    \key g \major
    \time 4/4
      e4(~ e8 \times 2/3 { d16 e d } \times 2/3 { c d c) } \times 2/3 { b( c b } \times 2/3 { a c e } \times 2/3 { g fis e) } e4( \bar "||"
  }

Adaptionen

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Der US-amerikanische Musiker Skip Martin (1916–1976)[2] veröffentlichte 1959 eine Jazz-Adaption unter dem Titel Scheherajazz.

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Einzelnachweise

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  1. Schiavo, Paul. "Program Notes". Saint Louis Symphony Orchestra. Memento vom 12. Juli 2007 im Internet Archive. Abgerufen am 6. Juli 2007.
  2. Skip Martin. Abgerufen am 7. Juli 2019.

📚 Artikel Terkait di Wikipedia

3. Sinfonie (Copland)

Symphony Orchestra, Program notes, Phillip Huscher, incl. eigener Werkanmerkungen Coplands Chicago Symphony Orchestra, Zitate vgl. Program notes, Phillip Huscher

Florence Price

(selected by Thomas Wilkins). (PDF; 78 kB) In: Boston Symphony Orchestra. Program Notes. 23. März 2019, archiviert vom Original am 31. Januar 2022; abgerufen

6. Sinfonie (Mahler)

nach: Herta Blaukopf: Briefe, 295. New York Philharmonic (Hrsg.): 2016 program notes. 17. Juni 2019 (nyphil.org [abgerufen am 20. Juni 2019]).  Wohl authentisch

Klaxon

espasso.com, 10. Februar 2014 Norman E. Smith: The Klaxon March in: Program Notes for Band, GIA Publications, Chicago 2002, ISBN 978-1579991470, S. 204

Jack Off Jill

Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.miaminewtimes.com  Greg Baker: Program Notes 38. In: Miami New Times. 5. Januar 1995, abgerufen am 3. Mai 2009. 

Michael Beil

Diependaele: Program notes Nadar Ensemble Doppelgänger Deluxe in Concertgebouw, Brugge (29 March 2018). 29. März 2018.  Rebecca Diependaele: Program notes Nadar

Rossano Galante

Movie Database, abgerufen am 22. Januar 2018.  Summer Concert Series Program Notes. Website des United States Marine Corps, abgerufen am 22. Januar 2018

Franz von Blon

(Textarchiv – Internet Archive).  Blon, Franz von. In: Norman E. Smith: Program Notes for Band. GIA Publications, Chicago 2002, ISBN 1-57999-147-5, S. 74