| Film | |
| Titel | Paris Murder Mystery |
|---|---|
| Originaltitel | Vie privée |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 105 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Rebecca Zlotowski |
| Drehbuch | Anne Berest, Rebecca Zlotowski, Gaëlle Macé |
| Produktion | Frédéric Jouve |
| Musik | Robin Coudert |
| Kamera | George Lechaptois |
| Schnitt | Géraldine Mangenot |
| Besetzung | |
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Paris Murder Mystery (Originaltitel Vie privée, dt.: „Privatsphäre“, internationaler Titel: A Private Life) ist ein französischer Spielfilm von Rebecca Zlotowski aus dem Jahr 2025. Die Tragikomödie handelt von einer Psychiaterin, die nach dem mutmaßlichen Mord an einer ihrer Patientinnen selbstständig zu ermitteln beginnt. Die Hauptrolle übernahm Jodie Foster. Für die US-amerikanische Schauspielerin war es der erste Auftritt im französischsprachigen Kino seit über 20 Jahren. Das Werk wurde im Mai 2025 beim Filmfestival von Cannes uraufgeführt.
Handlung
BearbeitenLilian Steiner arbeitet als Psychiaterin in Paris und ist anerkannt in ihrem Beruf. Als eines Tages eine ihrer Patientinnen unter zunächst als Selbstmord eingestuften Umständen verstirbt, gerät sie aus dem Gleichgewicht. Getrieben von Schuldgefühlen und wachsendem Misstrauen, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.[2][3]
Ihre Ermittlungen führen sie in ein Geflecht aus persönlichen Beziehungen, verdrängten Erinnerungen und möglichen (Selbst-)Täuschungen – unter anderem lässt sie sich hypnotisieren –, bei denen unklar bleibt, ob sie einer echten Spur folgt oder zunehmend ihrer eigenen Wahrnehmung erliegt. Unterstützt und zugleich verunsichert von ihrem Ex-Mann findet sie immer neue Hinweise, die auf ein Verbrechen hindeuten. Steiner beschuldigt am Ende den Ehemann der verstorbenen Patientin, den Tod inszeniert zu haben. Allerdings bleibt auch diese Beschuldigung Teil der bewusst ambivalenten Erzählweise des Films.[4]
Entstehungsgeschichte
BearbeitenDrehbuch und Schauspielbesetzung
BearbeitenVie privée ist der sechste Spielfilm der französischen Regisseurin Rebecca Zlotowski. Das Originaldrehbuch stammt von Anne Berest und Zlotowski in Zusammenarbeit mit Gaëlle Macé. Macé hatte bereits an Zlotowskis Film Grand Central (2013) am Skript mitgearbeitet. Es ist das erste Werk mit „detektivischen Untertönen“, das die Regisseurin inszeniert. Zuvor hatte sie sich Dramen und Liebesfilmen gewidmet, darunter zuletzt das preisgekrönte Werk Les enfants des autres (2022) mit Virginie Efira in der Hauptrolle, das auch beim Publikum ein Erfolg war.[5] Der französische Verleih kategorisierte das Werk als Tragikomödie und Kriminalfilm ein.[6]
Für die Hauptrolle der ermittelnden Therapeutin Lilian Steiner wurde Jodie Foster verpflichtet. Die US-amerikanische Schauspielerin, die fließend Französisch spricht, war bereits zuvor im französischen Kino zu sehen gewesen. So trat Foster in dem Jugendfilm Fetzig, frei und endlich high (1977) von Eric Le Hung neben Jean Yanne und Bernard Giraudeau auf. Weitere französische Filmrollen folgten mit Claude Chabrols Das Blut der Anderen (1984) und Mathilde – Eine große Liebe (2004) von Jean-Pierre Jeunet. Zuletzt war Foster Anfang 2025 für ihre Darstellung einer ermittelnden Polizistin in der US-amerikanischen Krimiserie True Detective: Night Country mit dem Golden Globe Award preisgekrönt worden. Sie hatte in der Vergangenheit bei Besuchen in Frankreich mehrfach öffentlich den Wunsch geäußert, wieder in einem französischen Film mitzuspielen.[5]
Zlotowski griff erneut auf Virginie Efira für eine der Rollen zurück. Zum weiteren Schauspielensemble gehörten die im französischen Kino bekannten Darsteller Daniel Auteuil, Mathieu Amalric, Vincent Lacoste, Luàna Bajrami, Sophie Guillemin, Aurore Clément und Irène Jacob. Wie bereits im vorangegangenen Film der Regisseurin übernahm der bekannte US-amerikanische Dokumentarfilmer Frederick Wiseman eine Nebenrolle.[6]
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Virginie Efira (2025)
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Daniel Auteuil (2025)
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Mathieu Amalric (2017)
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Vincent Lacoste (2025)
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Luàna Bajrami (2018)
Dreharbeiten und Produktion
BearbeitenDie Dreharbeiten zu Vie privée begannen Ende September 2024. Als Drehorte wurden Paris und die Normandie genutzt. Verantwortlicher Kameramann war George Lechaptois, ein langjähriger Wegbegleiter von Zlotowski, der sie bei allen bisher inszenierten Filmen sowie der Serie Les sauvages (2019) unterstützt hatte. Drehschluss war Ende November 2024.[5] Weiterhin mit dem Projekt betraut waren der Musiker Rob und die Editorin Géraldine Mangenot, mit denen die Regisseurin bereits zuvor zusammengearbeitet hatte.[6]
Als Produzent war Frédéric Jouve für Les Films Velvet an dem Projekt beteiligt,[3] der die gleiche Aufgabe auch bei allen vorherigen Filmen Zlotowskis übernommen hat. Als Koproduzent tritt France 3 Cinéma in Erscheinung.[7] Canal+ sicherte sich vorab die Rechte an dem Film.[3] Um Verwertung für den internationalen Markt kümmert sich das Unternehmen Goodfellas.[7]
Veröffentlichung und Rezeption
BearbeitenDie Weltpremiere von Vie privée fand am 20. Mai 2025 im Hauptwettbewerb des 78. Filmfestivals von Cannes statt. Dort wurde das Werk außer Konkurrenz gezeigt.[8]
Ein regulärer Kinostart war in Frankreich am 26. November 2025 durch den Verleih Ad Vitam geplant.[2] In Deutschland kam der Film am 26. April 2026 in die Kinos.[9]
Im September 2025 gelangte Zlotowskis Regiearbeit gemeinsam mit dem Animationsstreifen Arco sowie den Spielfilmen Ein einfacher Unfall, Die jüngste Tochter und Nouvelle Vague in die engere Auswahl, Frankreich in der Kategorie Bester Internationaler Film bei der Oscarverleihung 2026 zu vertreten.[10]
Weblinks
Bearbeiten- Offizielle Website vom Verleih Ad Vitam (französisch)
- Profil bei allocine.fr (französisch)
- Vie privée / A Private Life im Festivalprogramm von Cannes (englisch/französisch)
- Paris Murder Mystery bei IMDb
- Paris Murder Mystery im Lexikon des internationalen Films
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ Freigabebescheinigung für Paris Murder Mystery. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 276933; abgerufen am 15. April 2026).
- ↑ a b Vie privée. In: allocine.fr (abgerufen am 10. April 2025).
- ↑ a b c Damian Sprenger: Rebecca Zlotowskis „Vie privée“ abgedreht. In: blickpunktfilm.de, 22. November 2024 (abgerufen am 9. Januar 2025).
- ↑ Fritz Göttler: Jodie Foster in "Paris Murder Mystery": Therapie als Detektivspiel. 16. April 2026, abgerufen am 4. Mai 2026.
- ↑ a b c Brigitte Baronnet: [EXCLU] Jodie Foster, Virginie Efira, Daniel Auteuil... C'est déjà le plus beau casting de 2025 dans un film français très attendu !. In: allocine.fr, 14. Oktober 2024 (abgerufen am 9. Januar 2025).
- ↑ a b c Vie privée. In: advitamdistribution.com (abgerufen am 14. April 2025).
- ↑ a b Melanie Goodfellow: Virginie Efira, Mathieu Amalric, Vincent Lacoste & Luana Bajrami Join Jodie Foster in Rebecca Zlotowski’s Murder Mystery ‘Vie Privée’ As Plotline Revealed. In: deadline.com, 14. Oktober 2024 (abgerufen am 11. Januar 2025).
- ↑ Zac Ntim: Cannes Competition: Aster, Trier, Dardennes, Reichardt, Ducournau & Wes Anderson Among Lineup — Full List. In: deadline.com, 10. April 2025 (abgerufen am 10. April 2025).
- ↑ IMDB-Eintrag. Abgerufen am 4. Mai 2026.
- ↑ Melanie Goodfellow: Oscars: France Unveils Shortlist For 2026 Best International Feature Film Candidate. In: deadline.com (abgerufen am 10. September 2025).
