Data Access Objects, in der deutschsprachigen Dokumentation „Datenzugriffsobjekte“, üblicherweise mit der Abkürzung „DAO“ bezeichnet, ist eine Schnittstellen-Bibliothek von Microsoft für den Zugriff auf Daten und Strukturen von Datenbanken, speziell Microsoft Access Datenbanken (MDBs).[1]

Bis einschließlich Access 97 war die DAO-Bibliothek die Standard-Bibliothek zum programmiertechnischen Zugriff auf die Datenbank-Objekte und Daten in Access selbst. Bei Access 2000, Access 2002 (Office XP) und Access 2003 wurde DAO nur aus Kompatibilitätsgründen noch mitgeliefert (in der Version 3.6), als Standard-Bibliothek war ADO vorgesehen.[2] DAO erfreut sich aber bei Access-Entwicklern immer noch großer Beliebtheit, u. a. da es spezifischeren Zugriff auf Teile von Access erlaubt als ADO.

Bei Access 2007 ist die DAO-Bibliothek unter der neuen Lang-Bezeichnung „Access Database Engine Object Library“ mit der Versionsnummer 12.0 (Dateiname: ACEDAO.DLL, Qualifizierer im Code weiterhin: DAO) wieder Standard-Bibliothek für den Zugriff auf Datenbank-Objekte und Daten in MDBs.

Die DAO-Bibliothek bietet eine zweiteilige Objekthierarchie: Ausgehend vom Basis-Objekt „DBEngine“ gibt es „Workspace“-Objekte der Typen „Jet Workspace“ (zum Zugriff auf MDBs) und „ODBCDirect Workspace“ (seit DAO 3.5, zum Zugriff auf ODBC-Datenquellen) mit jeweils unterschiedlichen untergeordneten Objekten.

Ein „Jet Workspace“ enthält „Database“-Objekte, die MDBs repräsentieren. Auf die Datenstruktur der MDB kann über „TableDef“-, „Relations“- und „QueryDef“-Objekte zugegriffen werden, auf die Daten über „Recordset“-Objekte. Des Weiteren gibt es „User“-, „Group“-, „Container“- und „Document“-Objekte für den Zugriff auf das Rechtesystem von Access.[1] In der Version 12.0 sind letztere Objekte (oder deren Eigenschaften und Methoden, die sich speziell auf das Rechtesystem beziehen) aber ganz ausgeblendet. Ein „Jet Workspace“ nutzt die Bibliotheken der Jet-Engine für die tatsächliche Ausführung.

Ein „ODBCDirect Workspace“ enthält Alternativ zu „Database“-Objekten „Connection“-Objekte, darunter aber nur Recordset- und, bei Connection-Objekten, QueryDef-Objekte. Ein „ODBCDirect Workspace“ greift über die RDO-Bibliothek auf die ODBC-API zu. Die Version 12.0 unterstützt den „ODBCDirect Workspace“ laut Dokumentation nicht mehr und verweist auf ADO für den Zugriff auf ODBC-Datenquellen.

Microsoft Office XP liefert eine DAO-PIA als Schnittstelle für das .Net-Framework mit.[3]

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Einzelnachweise

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  1. a b Michael Alexander, Dick Kusleika: Access 2019 Bible. John Wiley & Sons, Indianapolis 2019, ISBN 978-1-119-51475-6, Accessing Data with VBA, S. 901–936 (englisch).
  2. Heinz Burnus: Datenbankentwicklung in IT-Berufen. Vieweg, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8348-0152-4, Datenbanksystem Microsoft Access, S. 54 f.
  3. Microsoft Office XP primary interop assemblies (PIAs) are available for download. In: support.microsoft.com. Microsoft, 26. Mai 2004, archiviert vom Original am 11. Dezember 2004; abgerufen am 23. März 2025 (englisch).

📚 Artikel Terkait di Wikipedia

Data Access Object

Data Access Object (DAO, englisch für Datenzugriffsobjekt) ist ein Entwurfsmuster, das den Zugriff auf unterschiedliche Arten von Datenquellen (z. B. Datenbanken

Microsoft Access Database

Programmierer über Data Access Objects (DAO), ActiveX Data Objects (ADODB/ADOX), ADO.NET, Open Database Connectivity (ODBC), Remote Data Objects (RDO), OLE DB

Microsoft Access

entwickelt und der Dateizugriff von DAO (Data Access Objects) auf das vielseitigere ADO (Active Data Objects) umgestellt. ADO abstrahiert wesentlich stärker

Remote Data Objects

Ergänzung zur Schnittstelle Data Access Objects (DAO) konzipiert worden. Die Anfang der 90er Jahre eingeführte Datenbank Access wurde durch die Jet Engine

ActiveX Data Objects

Nachfolger von DAO (Data Access Objects). Mit ADO lassen sich nahezu alle gebräuchlichen relationalen Datenbanken (z. B. Microsoft Access, Microsoft SQL Server

Open Database Connectivity

optimierte Data Access Objects (DAO) ermöglicht den mittelbaren Zugriff auf ODBC. Seit Windows 2000 ist ODBC als Komponente der Microsoft Data Access Components

OLE DB

Connectivity ODBC – Open Database Connectivity ADO – ActiveX Data Objects DAO – Data Access Objects Microsoft OLE DB. In: learn.microsoft.com. Microsoft, 5

Digital Object Identifier

jeweiligen Registrierungsagentur (z. B. Crossref, DataCite) entsprechen. Dies wird im Folgenden am Beispiel von DataCite dargestellt. Auch die letzte Version der